In der Nacht hat der Wind etwas gedreht, von Nord auf Ost. Das heisst, er greift nun nicht mehr frontal die Hotelfront an, sonder kommt von Rechts - und dort geht das Hotel ein ganzes Stück nach vorne Richtung Strand, ich habe also einen guten seitlichen Windschutz bekommen. Das Hotel selbst ist zum Spukhotel geworden. Überall pfeift es, komische und unbekannte Geräusche dominieren auf allen Etagen. Kein Wunder bei diesen Leichtbau-Fenstern. Die Türen unten sind zwar weitgehend geschlossen, aber wenn jemand reinkommt oder hinausgeht, dann wird der Weihnachtsschmuck in der Lobby schon etwas durchgeschüttelt. Ein Herbststurm, wie er hier eben mal vorkommt. Die Temperatur ist mit 14 Grad gerade nicht sommerlich, es wird wohl für sehr viele ein Hoteltag werden. Das heisst: Spa ist überfüllt, Bar ist überfüllt, am Morgenessen ist es ebenfalls überfüllt (weil die Tische draussen beim besten Willen nicht benutzt werden können), und vermutlich werden auch die Zimmer selber heute intensiver benutzt als auch schon. Wenn es irgendwie geht, werde ich trotzdem ein paar Schritte nach draussen machen, ob es dann die Promenade sein wird, das bezweifle ich. Aber ein Kaffee unten im Cafe Regina wäre schon nett, vielleicht mit einem Käsekuchen (damit meine ich die süsse Variante).... der Weg dahin führt aber unweigerlich ein paar Meter über die Promenade. Mal schauen, ob dort andere Leute unterwegs sind, sehe ich dann ja, wenn ich beim Morgenessen bin. Ich gehe heute wohl ei paar Minuten früher, weil ich mit einer langen Schlange rechne. Und Morgen, da soll der ganze Spuk dann schon wieder vorbei sein. Zumindest was den Sturm betrifft - Sonnenschein und Wärme wird immer noch etwas spärlich zu finden sein...
Alles ruhig hier? Mitnichten - ich kann nur nicht ständig in die Ferien verreisen, und genau darum geht es in diesem Blog. Wenn also nichts läuft, dann bin ich eben nicht in den Ferien....
Samstag, 13. Dezember 2025
Herbststurm
Seit gestern Abend weht hier ein anderer Wind. Die Promenade ist leergefegt, ich war gestern vor dem Abendessen noch ein paar Meter dort unterwegs - es geht gar nicht. Ich war eigentlich nur zu faul zurückzulaufen, wollte über die Promenade in die nächste Gasse gehen. Zur Promenade hin kam ich fast nicht vorwärts, und nur dank der Brille habe ich vermutlich keinen Sand in die Augen bekommen. In der Nachbargasse, Wind im Rücken, ging's dann wie von selbst, ich musste eigentlich nur noch bremsen. Verrückt.