Samstag, 20. April 2024

Die erste Nacht

Man weiss ja nie so genau, was einen erwartet in der ersten Nacht an einem neuen Ort. Das Bett ist nicht unbekannt, aber ungewohnt, weil es halt dann eben doch nicht jenes von Zuhause ist. So gesehen habe ich sehr gut geschlafen, recht früh im Bett und eigentlich so wach wie immer - auch früh. Selbstverständlich ist das nicht, ich habe auch schon ganz schlecht geschlafen in letzter Zeit, insbesondere nach einem üppigen Abendessen. Und zugegeben, ein Essen zum Abnehemn war das gestern nicht. Zuerst mal eine Sangria - das altbekannte Problem, wenn die Bedienung beim Überreichen der Karte fragt, was man den schon mal trinken möchte. Ich hätte natürlich gleich ein Gals Wein bestellen können, aber wenn das Essen dann nicht schnell auf dem Tisch ist, ist das Glas zu früh leer. Mit der Sangria hatte ich dann das andere Problem: das Essen war da, die Sangria auch noch zur Hälfte. So schlecht passte das dann aber doch nicht, zum Carpaccio gab's Sangria, zum Tintenfisch später ein Glas Weisswein. Das Tiramisu war dann eigentlich zu viel, aber ich hatte ja zuvor nur eien Salat zu Mittag gegessen.
Zurück zur Nacht. Hier wird es spürbar später hell und dunkel. Sonnenuntergang war um halb Neun, zurück kam sie kurz nach Sieben. Das Aussenthermometer zeigte dann etwa 13° an, im Wohnmobil war es zwei Grad wärmer. Das geht gerade noch so ohne Heizen, wobei nicht das Schlafen ein Thema ist, sondern das Aufstehen. Der Wohnmobilboden ist halt nicht mit einer Heizung ausgestattet und dementsprechend ist er halt auch saukalt Zum Glück gibt's dann zum Frühstück die wärmenden Strahlen der Sonne. Draussen  essen wird so möglich, ist sogar eine gute Kombi: ich habe warm genug an der Sonne, die empfindlichen Lebensmittel geniessen die Kühle am Schatten.
Heute schauen wir uns dann mal den Strand etwas genauer an - im  letzten Jahr hatte es hier ja ganz viele, kleine Quallen  (die dann über Nacht verschwunden sind).

Freitag, 19. April 2024

Der Sonne entgegen

Zugegeben, Sonne heisst nicht zwingend auch Wärme. Das ist ja eigentlich allen klar, denke ich. Aber Mitte/Ende April in Südfrankreich könnte man schon etwas davon erwarten. Sonne habe ich gefunden, aber Abends ins Restaurant geht nur mit Jacke. Und da gibt es auch Varianten von Daunenjacken, andere Zeitgenossen sind noch in kurzen Hosen unterwegs. Die Temperaturempfindlichkeit ist halt unterschiedlich ausgeprägt. 
Meine Reise hat heute mit ein paar wenigen Grad über Null angefangen. Auf der Frontscheibe hatte sich über Nacht eine kristalline Schicht gebildet, und ich hatte schon Angst, dass ich noch den Eiskratzer suchen müsste. Aber die Scheibenwischer kamen damit klar und danach hatte ich links auf der Scheibe so eine kleine, weisse Masse - wie von der Eisreinigungsmaschine in der Halle. Dann ging es aber los, erst mal nach Genf, dann über die Grenze und immer dem besseren Wetter entgegen. Unterwegs gab es mal einen Salat mit Surimi-Stäbchen, später kaufte ich im Supermarkt kurz vor Marseillan-Plage ein. Tanken wollte ich dort auch noch, aber ganz so einfach war das nicht. Erstens hatte es recht viele Autos - kein Wunder, 1€65 ist halt doch etwas günstiger als 2€ auf der Autobahn. Auch in Frankreich ist der Diesel nicht mehr so günstig wie früher. Diese eine Tanksäule welche ich mir ausgesucht hatte, schien zu streiken (was in Frankreich fast so häufig vorkommt, wie bei der deutschen Bahn oder der Lufthansa). Das Paar vor mir gab mir zu verstehen, dass bei ihnen die Kreditkarte zwar gelesen werden konnte, nun aber nur noch "veuillez patienter" zu lesen war. Sie konnten an die Säule daneben verschieben, geht mit dem Wohnmobil leider nicht - weil das wäre dann auf der falschen Seite gewesen. Also einmal rund herum, dann wieder anstehen und warten. Diesmal klappte es mit dem Tanken, günstiger wurde es deswegen nicht. So um die 100€ hat der Fiat geschluckt - in Dieselwährung.
Dafür habe ich später gut gegessen. Ein feines Carpaccio, Rouille de seiche (Tintenfisch) mit Reis und einer feinen Sauce, ein Tiramisu und ganz am Anfang eine Sangria zum Einstimmen - willkommen in den Ferien. Aber es ist schon noch sehr früh in der Saison, es ist sehr ruhig hier in Marseillan. Aber das ist ja eigentlich genau, was ich gesucht hatte...

Donnerstag, 23. November 2023

Abschied

Es ist wirklich schön hier an der Wärme, unbestritten. Und ich hatte gestern wirklich einen tollen Tag. Aber jetzt freue ich mich auch auf die Heimreise und darauf, aus dem Sommer direkt in der Adventszeit zu landen. Das ist doch mal eine Perspektive, oder?
Der Tag begann für mich mit einem Kaffee an der Promenade gleich beim Hotel. Es war noch etwas bewölkt, ganz leicht nur, aber gerade so dass ich immer die falsche Brille auf der Nase trug. Wie üblich ging alles seinen Gang, ohne Hektik, einfach ruhig. Die Ruhe wurde allerdings immer mal wieder gestört durch Kampfflieger der spanischen Armee - nehme ich jetzt einfach mal an, ausmachen konnte ich sie nicht. Vermutlich wollten auch die Piloten einfach mal dieses wunderschöne Archipel von oben sehen....
Danach schlenderte ich in Richtung Busbahnhof, ich wollte mir anschauen, wo und vor allem wann der Bus zum Flughafen fährt. Eigentlich wusste ich das schon vom letzten Jahr, aber sicher ist sicher. Anden (Bussteig) 20 stimmte immer noch. Ich wartete auf den Bus, es war Elf Uhr und gemäss Fahrplan waren die Abfahrtszeiten 15 und 45. 11:16 war dann ein Bus da, angeschrieben mit "fuera servicio". Der Fahrer liess alle Passagier aus- aber niemanden einsteigen. 11:18 schloss er den Bus und trippelte davon. Ich dann auch, ich hatte genug gesehen - ich werde heute früh genug einfach mal hingehen und dann den ersten Bus nehmen, der fährt. Sonst gibt es ja auch noch die Linie 91...
Zurück im Hotel habe ich zuerst mal etwas Ruhe genossen, meine Haut mit Sonnencreme versorgt, das Badetuch, Sonnenbrille und Hut eingepackt, und es mir dann am Strand gemütlich gemacht. Unüblich für mich war ich fast frei Stunden dort, es war gerade Ebbe und der Strand dadurch noch besser von den Wellenbrechern geschützt. Dadurch gab es kaum richtige Wellen, im glasklaren Wasser konnte man die Wellenstruktur im Sand und die Fische im Wasser erkennen. Ich getraute mich fast nicht, diese Idylle zu zerstören, aber das Wasser war einfach zu verlockend und eine herrliche Abkühlung.
Nach einer kurzen Dusche und viel vertrödelter Zeit, gönnte ich mir ein Glas Sauvignon Blanc an der Hotelbar - draussen an der Promenade natürlich. Das war so etwa um 19 Uhr Lokalzeit, 20 Uhr in der Schweiz. Eine Stunde später ging ich ins Café Regina - drinnen, weil es draussen keinen Platz hatte, und die 23° mit Wind sich doch schon etwas kühl anfühlten. In meinem Stammlokal gab es das Sartencito mit der 3-Pfeffersauce, ein Glas Rioja dazu, und zum Dessert Tarta de Queso und einen Barraquito. Wirklich ein Aufsteller war aber, als die Bedienung am Schluss meinte: hablas muy bien español - du sprichst sehr gut Spanisch. 

Gracias!

Mittwoch, 22. November 2023

Stadtrundgang

Der Tag begrüsste uns am Strand von Las Canteras mit einer geschlossenen Wolkendecke. Kein Wunder,  war diese Nacht so warm gewesen. Nicht zu heiss, das nicht, denn mehr als ein Leintuch hat es auf dem Bett nicht, um sich zuzudecken. Allerdings hätte es im Schrank schon noch Daunendecken, aber wann braucht man die hier schon mal, und vor allem wer? Normalerweise reisst die Wolkendecke im Verlauf des Tages auf und verschwindet grösstenteils - gestern hatte das nicht wirklich funktioniert, und darum konnte ich nach Lust und Laune durch die Strassen schlendern.
Ich mache das gerne, suche mir meist ein Ziel aus, merke mir ein paar Eckpunkte unterwegs und laufe dann einfach mal los. Ich wähle dann jene Strassen und Gassen, die interessant aussehen. Und gehe ich dann mal zu lange in die eine Richtung, kompensiere ich das dann später. Wenn man eine Stadt schon etwas kennt, dann ist das Risiko sehr klein, dass ich mich verlaufe. An jeder Bushaltestelle sind die Liniennummern angeschrieben, kenne ich nur eine davon, hilft das meist schon weiter. Dann kenne ich eben doch schon einige der grossen Strassen vom Sehen und auch das eine oder andere markante Gebäude kann ich auf meinem inneren Stadtplan verorten.
Gestern habe ich etwas gemacht, was für mich eher unüblich ist: ich bin über den grossen Markt, den Mercadona gelaufen. Das muss man sich wie ein Einkaufszentrum vorstellen, nicht auf der Strasse wie bei uns oder in Italien und Frankreich. Es ist eine klassische Markthalle, dominiert von Ständen mit Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und vor allem Fisch. Dieses Angebot ist einfach unglaublich, für einen Hobbykoch wie mich ist sowas einfach paradiesisch. Da ich mich unter ganz vielen Spanier:innen befand, habe ich auf Fotos verzichtet. Es muss ja nicht immer sein, ich mag das selber ja auch nicht, wenn jeder Mist abgeknipst wird - vor allem nicht, wenn ich dann noch drauf bin.
Später bin ich bei einem Park endlich mal rein, den ich schon oft beim Vorbeifahren angeschaut hatte. Nicht spektakulär, aber reizvoll - ich war mir nur nie sicher, ob dieser überhaupt öffentlich zugänglich ist. Jetzt bin ich schlauer, es ist ein Gebäude mit Geschichte, heute das Nobelhotel Santa Catalina und eben davor der nicht ganz so kleine Park. Irgendwie ein Geheimtipp, ein paar Leute mit Hund und vermutlich vereinzelte Personen die sich auf einer Parkbank mit einer Lektüre beschäftigten. Das war's....
Am Ende des Tages waren es dann wieder klar über 16'000 Schritte, so ziemlich die Norm hier in Las Palmas für mich. Heute vielleicht nicht, denn heute will ich es etwas ruhiger angehen lassen. Heute könnte sich die Bewölkung noch komplett auflösen...



Dienstag, 21. November 2023

Puerto de las Nieves

In Puerto de Mogán hatte ich von einer Schweizerin einen Tipp bekommen: Puerto de las Nieves, der Hafen der Gemeinde Agaete im Westen der Insel. Gestern habe ich diesen Ausflug gemacht, einfach um mir das Städtchen mal anzuschauen und einen Überblick zu erhalten. Es könnte sich ja vielleicht lohnen, hier mal eine oder zwei Nächte zu bleiben, denn es hat vor allem Tagestouristen - wie mich - und abends dürfte es dann ruhiger sein. So viel vorweg - hektisch war es auch tagsüber nicht....
Die Fahrt im "semi-directo"-Bus dauert eine knappe Stunde, Gáldar wird ausgelassen und noch ein paar andere Haltestellen. Den Preis konnte ich fast nicht glauben: 4.40€. Und das für eine Fahrt an der Nordküste der Insel entlang, und durch das Agaete-Tal wo viele Früchte und Gemüse angebaut werden. Und plötzlich ist man da, mal wieder irgendwo langsam um's Eck mit dem grossen Bus und ebenso langsam über die nächste Kreuzung - es geht immer darum, dass der Bus weder seitlich anschlägt, noch nach der steilen Rampe unten aufsetzt. Wo die durchfahren,  würde ich manchmal mein Wohnmobil nicht hinlenken... Ich fuhr dann wie geplant noch ganz ans Ende, zum Hafen von wo die Fähre nach Teneriffa übersetzt. Das ist hier was ganz Alltägliches und logischerweise innerspanischer Verkehr. Das kleine Städtchen ist recht verschlafen, der Strand ist ein Gemisch aus Steinen und ganz dunklem Sand. 


Man kann dort gut liegen und ist fast alleine, dafür hatte es mehr Leute auf der Innenseite des Hafens. Die haben da so eine Art Terrasse gebaut, ein Konstrukt wie es früher in Seebädern bei uns zu sehen war. Die kurze Promenade am Hafen ist eigentlich eine einzige Ansammlung von Restaurants, stark auf Touristen ausgerichtet - darum wäre es eben interessant, am Abend hier zu essen. Eine Sitte scheint das Brot mit Knoblauchsauce zu sein, welches serviert wird. In einer Bewertung auf Google hatte ich gelesen, dass das auch mal ohne Bestellung auf dem Tisch landet. Dann wird daraus dann eine Unsitte, weil es ja kostet - wenn auch nicht viel. Ich habe mir beim Italiener eine Pizza gegönnt, dazu ein Wasser und später ein Bier. Der Pistazienkuchen kam dann ohne Kaffee, die Maschine war defekt. Alles in allem nicht schlecht, aber dafür dass auf der Internetseite alles auf Italienisch geschrieben ist, kam mir das doch recht Spanisch vor. Der Italiener wirkte wohl in der Küche.... Übrigens sassen in diesem Restaurant sehr viele Schweizer.  Dazu kamen ein paar Deutsche, ein Paar aus Norwegen, eine Handvoll Spanier und zwei Frauen, welche französisch sprachen. Buntgemischt...ich habe übrigens nicht gefragt, nur zugehört.


Was es auch noch gibt in Puerto de las Nieves sind die natürlichen Schwimmbecken. Im Prinzip ein paar grössere Löcher am felsigen Strand, welche der Mensch dann mit etwas Infrastruktur ergänzt hat: ein paar Leitern zum Rein- und Raussteigen, ein Sprungbrett, ein kleines Restaurant mit Toiletten, und vermutlich hat es irgendwo auch noch Duschen. Scheint jedenfalls recht beliebt zu sein.


Ich blieb dann nicht allzu lange, weil ich vermutlich irgendwann wirklich mal hier übernachten werde. Und dann über die Berge nach Puerto de Mogán weiterreisen, oder umgekehrt. Denn diese Strassen hat dann wirklich viele Kurven - verspricht interessant zu werden....

Montag, 20. November 2023

Sonntag

Am Wochenende ist erfahrungsgemäss viel los auf der Promenade, vor allem am Sonntag. Ich wusste gar nicht so recht, wo es mich hinziehen würde, allerdings waren zwei Sachen klar: ans Meer, aber nicht auf den Grill. Ich staune immer wieder über die Touristen,  welche Tag für Tag am Strand auf einer Sonnenliege verbringen können. Oder gar auf dem Dach am Pool, mir wäre das zu eintönig - aber jedem das Seine... Ich machte mich also auf gegen Westen der Promenade entlang bis zum Auditorium Alfredo Kraus. Ein spezielles Gebäude, gleich neben dem besten Surfplatz am Strand von Las Canteras. Die Einheimischen nutzten die sonntägliche Ruhe für unterschiedliche Bedürfnisse: ein Paar übte sich an einer Tanzchoreografie, daneben absolvierte eine kleine Gruppe eine gemeinsame Jogastunde. Die Feuerwehr versuchte Goodwill bei Gross und Klein zu schaffen - immerhin warnten sie in der Regel vor, wenn die Sirene ertönte. Und natürlich genossen viele Surfer den freien Tag in vollen Zügen.




Vom Auditorio und dem riesigen Weihnachtsbaum beim Einkaufszentrum Las Arenas - mit lauter Musik untermalt - fuhr ich mit dem Bus Nummer 17 in Richtung Calle Triana. Das Ziel war ein Kaffee in meinem Stammlokal - kann ich in diesem Jahr wirklich so sagen, denn es hat viel mehr freie Tische als im letzten Jahr. Sollten die Spanier die Teuerung auch verspüren im Portemonnaie? Ich weiss es nicht, jedenfalls finde ich heuer meist relativ einfach einen Platz. Die Calle Triana reicht von San Telmo bis zum Teatro, es war also egal, wo ich ausstieg. Ich entschied mich für San Telmo und landete direkt richtig zum Start einer Segelregatte. 

Danach gab's dann halt direkt ein kleines Bier, ein Poulet-Sandwich mit Trüffelmayonnaise, eine Siesta im Hotel und einen Strandspaziergang in den Sonnenuntergang. 


Sonntag, 19. November 2023

16967

Die Schrittzahl von gestern - kein schlechter Wert, aber es waren hier in Las Palmas auch schon über 25'000. Das könnte an der hohen Luftfeuchtigkeit liegen, welche bei rund 70% liegen soll. Die Wetter-Apps sind sich da nicht ganz einig, aber Badehose und Badetuch auf dem Balkon sprechen eine eindeutige Sprache. Ich war gestern Nachmittag noch eine Stunde am Strand - nebenbei gesagt, das Wasser ist herrlich im Moment. 23° sagt Google, ich meine, das könnte stimmen. Jedenfalls hatte ich nach meiner Rückkehr ins Zimmer Tuch und Hose aufgehängt, an diesem praktischen, ausziehbaren Ständer auf dem Balkon. Beides fühlte sich heute Morgen immer noch irgendwie feucht an. Und so könnten auch die 70% Luftfeuchtigkeit der Realität entsprechen. Und bei diesem Klima läuft es sich halt nicht ganz so leicht....
Auf dem Programm stand gestern das Quartier La Vegueta - die Altstadt von Las Palmas und der Ausgangspunkt der Eroberung durch die Spanier. Manchmal schade, dass die Schweiz keine Seefahrer-Tradition hat - so gerne wie sich die Eidgenossen früher geprügelt haben...wer weiss, vielleicht hiessen diese Inseln heute anders und es würde eine rot-weisse Flagge auf den Häusern wehen. Dann wären aber wohl auch die Preise anders als heute.... La Vegueta also, mit der alles überragenden Kathedrale Santa Ana.

Ich wollte ja auch noch etwas Anderes sehen, als die letzten Jahre. Also bin ich diesmal in die Kathedrale rein, inklusive dem angrenzenden Museum. Die 6€ kosteten nicht die Welt, und es war wie erwähnt mal etwas Neues für mich. Gross ist sie im Innern, mit zahlreichen kleinen Seitenschiffen. Speziell fand ich die farbigen Fenster: sind bei uns in Kirchen jeweils Bilder zu sehen, waren es hier nur grosse, farbige Kreise. Das ergab dann eine ganz sonderbare Stimmung, wenn die Sonne reinschien. Auch hier scheint sich die Kirche mit sinkenden Besucherzahlen bem Gottesdienst herumschlagen: es gab viel freien Platz und wenig Bänke. Aber vielleicht haben sie auch ganz einfach zu gross gebaut. Das angrenzende Museum erinnerte mich dann mit Innenhof, Bibliothek und dem Seidenraum für die Schätze an ein Kloster.
Gleich in der Nähe gab es später eine Stärkung, in der Calle Triana, der Einkaufsstrasse der Stadt. Ungewöhnlich einfach fand ich einen Platz in meinem Lieblingscafé, und da musste ich dann einfach zuschlagen, oder?