Dienstag, 30. Juli 2013

Obelink, leider mit Kreditkarte

Der Hauptzweck unseres Urlaubs ist ja das Vermeiden der Knallerei am ersten August, der Hauptgrund für unser Reiseziel war aber der Campingzubehör-Laden Obelink. Der liegt fast um die Ecke vom Campingplatz ebenfalls hier in Winterswijk. Und man glaubt gar nicht was man da alles kaufen kann und zu welchen Preisen. Und obendrein ist das meiste an Lager was bei uns in der Schweiz noch bestellt werden muss. Nun haben wir also eine zweite Seitenwand, einen neuen Teppich und noch etwas Krimskrams - und eine Kundenkarte, gut möglich dass wir wiederkommen...
Die Umgebung des Platzes ist wunderbar zum Spazieren mit den Hunden. Es hat Naturwege, Wald, Wiesen und meist wenig Verkehr (und das sind obendrein vielfach Fahrräder). Die Niederländer grüssen freundlich, auch der Bauer bei dem Du über den Hof läufst (Veloroute führt dort durch), die Ausländer nicht immer. Und beim Duschen darf man Tschou Sepp spielen.... SEP steht an der Dusche wenn man reinkommt (ok, für kaltes Wasser braucht's den Sep(p) nicht).
Mit SEP ist in diesem Fall aber ein kontaktloser Schlüssel gemeint, der dann geschätzte 8-10 Minuten warmes Wasser freischaltet. Ziel der Übung: Wasser sparen, weil der Sepp nach dem Duschen Pause macht und erst mal kein Warmes Wasser mehr frei gibt.

Pet-Flaschen haben hier übrigens einen Depotwert von 25 Cents - schon mal ein Vorgeschmack auf das was auch in der Schweiz diskutiert wird... Darum wird hier Pet nicht gesammelt, aber Papier, Karton und Glas schon. Überhaupt ist vieles super auf diesem Platz, nur nicht der Laden, der ist etwas gar dürftig ausgestattet. Und das Restaurant ist etwas Hamburger-Pommes-lastig - aber deswegen sind wir ja nicht hier...

Montag, 29. Juli 2013

Flach!

Die Reise ist nicht zu unterschätzen - 650 Kilometer bis nach Winterswijk, das ist in etwa so viel wie nach Marseillan in Südfrankreich. Nachdem am Sonntagabend so gut wie alles gepackt war, haben wir es ziemlich pünktlich auf die Piste geschafft: um 06:03 waren wir auf der Fahrt in den S... Norden. Es regnete, auch in Basel noch, auch noch ein gutes Stück in Deutschland. Später wurde es dann vor Köln nochmals nass, da hat es dann aber so was von geschüttet....
In Bruchsal gab's dann ein Morgenessen, war ja schon neun Uhr. Der WC-Besuch kostete 70 Cents, 50 davon anrechenbar an die Verpflegung (zum Glück stimmte bei mir diesmal die Reihenfolge - WC, Bon einlösen, Verpflegung. Nach der allgemeinen Stärkung ging's weiter an Mannheim vorbei (dort kommen unsere Mercedes-Poschis her), bei Opel's Rüsselsheim und Ford's Köln durch und über die Düssel Richtung ebensolches Dorf. Dort sind wir dann nicht ganz durchgekommen, dafür in Bocholt im Edeka Frischmarkt. Kühlschrank gefüllt und ab über die Grenze, 24 Kilometer gehen ja flugs vorbei. Denkste. Die Navi-Susi wollte uns durch die Innenstadt von Bocholt lotsen was uns partout nicht passte. Und dank unseren Korrekturen sind wir dann noch etwas kreuz und quer durch topfebenes Gelände getuckert. Windmühle ist mir noch keine untergekommen, aber trotzdem: Holland oder zumindest die Provinz Gelderland ist toll. Ein riesiger Platz für uns 2+2, offene Spielflächen, Wald, Wiesen und Feldwege, und auch für die Hunde hat's was: wir haben schon Wallabies, ein Huhn (beides auf dem Zeltplatz), 2 Rehe und jede Menge Hasen gesehen.

Jetzt sind wir am Entspannen, ein Glas Wein am Trinken und schon bald am Frieren - gestern zu Hause war's noch etwas wärmer...

Freitag, 14. Juni 2013

Home sweet home

Wieder zurück aus Frankreich!
Zum Abschied gab's nochmals einen sonnigen und warmen Tag. Morgenessen draussen im Schatten der Store - nicht ganz, die Beine waren wohl an der Sonne, jedenfalls haben die etwas viel Sonne abgekriegt. Dann der grosse Abwasch, der Grill konnte ja bereits weggeräumt werden, daher alles zum Reinigen. Anschliessend gönnte ich mir ein letztes Fussbad im See.
Den Rest verbrachte ich mit lesen und baden im Pool, ein richtiger Tag mit viel Zeit zum Nichtstun. Für Unterhaltung sorgten vier Enten mit einer Landung im Pool und anschliessender Keilerei (eigentlich waren drei davon Erpel und worum ging es wohl....?). Überhaupt war die Tierwelt etwas anders als bei uns: Mücken habe ich keine gesehen, dafür schwerfällige Flieger die wie Wespen aussahen; die Ameisen waren gross und wichen aus wenn man die Hand in ihre Richtung bewegte; dann gab es einige farbige Schmetterlinge die aber ziemlich klein waren.

Nun, gegen fünf Uhr war dann die Sonne weg - wie erwartet zog die Störung auf. Das meiste war schon verstaut damit im Notfall die Markise rasch eingezogen werden konnte. Ich ging mal Duschen, wollte ja nicht im Regen zurück zum Wohnmobil laufen.
Als ich dann am Zurücklaufen war ging es ganz schnell: zwei Windstösse und an einem halben Dutzend Markisen hingen ein paar Camper! Diese wurden nun eilends eingezogen, wobei das gar nicht so einfach ist wenn man alleine reist. Für fast alles muss man die Markise loslassen: Kurbel holen und montieren, Sturmband lösen, Mittelstrebe entfernen, Kurbeln.
Irgendwann und irgendwie war's dann geschafft, nicht zu früh denn nun setzte der Regen ein. Ich holte mir noch eine Pizza vom Take-away und dann schloss ich mich im Wohnmobil ein.

Am Morgen war der Spuk dann vorbei. Es war zwar noch alles nass, aber kein Regen mehr. Und da bereits fast alles eingepackt war, war ich um halb zehn bereits auf dem Heimweg - mit Shopping-Zwischenstopp versteht sich.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Wenn der Kühlschrank leer ist.....

.....dann ist es Zeit, weiterzuziehen. In meinem Fall heisst das, noch ein Tag hier im Jura und dann geht's nach Hause - mit einem Zwischenstopp zum Einkaufen. Denn mein Kühlschrank ist nun fast leer, reicht noch für ein Morgenessen und dann ist Ebbe!

Heute bin ich tatsächlich mit dem Pain au chocolat fast bis zum Wohnmobil gelaufen, aber der Typ der letzten zwei Tage war natürlich nicht da. Fein war's trotzdem....
Das Wetter war wie gestern, am frühen Morgen schön, beim Aufstehen - ja, ich bin nochmal ins Bett - bedeckt und keine Sonne zu sehen. Das war aber nur ein kurzes Intermezzo, von Stunde zu Stunde gab es weniger Wolken und jetzt ist es richtig sonnig und warm. Deshalb gab es auch das volle Programm, See, Pool, Sonnenbaden - nur dass es wieder ein paar neue Gäste gab. Neben den üblichen holländischen Rentnern und dem Quoten-Paar aus Great Britain hat es jetzt vor allem Paare mit kleinen Kindern, aus Deutschland und den Niederlande. Irgendwie sind die Franzosen in den letzten Tagen weniger geworden.

Da ich bis Donnerstagabend keinen Regen mehr erwarte, habe ich am Nachmittag die Seitenwand und den Teppich eingepackt. Hat ja schönen Grasboden und falls am Donnerstagabend tatsächlich noch ein Gewitter durchzieht, kann ich notfalls rasch die Store einziehen, man weiss ja nie was für Wind so ein Gewitter bringt. Morgen werde ich ohnehin nicht mehr Kochen - Kühlschrank leer - sondern mir eine Pizza holen, oder sowas in der Art. Dann ist auch alles abgewaschen und das Wohnmobil fast schon reisefertig.

Jetzt ist aber erst Mittwochabend, schönstes Wetter und es liegt noch ein ganzer Ferientag vor mir.

Dienstag, 11. Juni 2013

Sonne!

In der Nacht, zumindest gegen Mitternacht, war es ziemlich klar. Die Sterne waren zu sehen und entsprechend war es danach auch recht kühl bis zum Morgengrauen. Wie war doch dieses Wort war, am Morgen war es tatsächlich wieder grau: keine Sterne mehr - logisch - aber eben auch kein Stück blauer Himmel und keine Sonne. Nun gut, hatte ja keine Eile. Mit Kulturbeutel und Tablet ab auf die Toilette, ersteres zum Frischmachen, letzteres weil dort der WiFi-Empfang wesentlich besser ist und so die Zeitung um Faktor 10 schneller auf dem Gerät ist - und ohne Abbruch obendrein. Hier gilt also für einmal "lieber die Taube, nein WiFi-Antenne auf dem Dach...."

Dann ging's ab zum Laden, Baguette, Pain au chocolat, der gleiche Monsieur von gestern - nur meint er diesmal etwas von "immer der gleiche Tagesablauf". Wenn der Morgen wieder da ist, mal sehen, diesmal werde ich das Pain nicht anrühren bis ich beim WoMo bin. Bin gespannt was er darauf zu sagen hat.
Beim Morgenessen - Baguettes, nicht Pain au chocolat - kam dann langsam die Sonne durch, grau wurde zu weiss und weiss teilweise zu blau. Und es wurde wärmer.

Nach dem Abwasch habe ich erst mal den dritten Band von der Panem-Trilogie fertig gelesen. Mir war klar, dass das Ende nicht nach meinem Geschmack war, zu viele Tote die in meinem Kopf ein Gesicht erhalten hatten. Ein Sieg über einen Tyrannen, der letztendlich teuer erkauft werden musste. Vieles bleibt offen am Ende des Buchs, alles muss wieder neu aufgebaut werden - doch darüber steht nichts mehr am Ende des letzten Bandes. Nur dass es für die Hauptfigur weiter geht, verbannt in einen zerstörten Distrikt, fast allein.
Alles in allem eine fesselnde Trilogie, mit unerwartetem Ende (wenn man es nicht bereits vorher kennt wie ich) - aber eben auch düster und melancholisch. Und wenn man es genau betrachtet, steckt auch eine feine Kritik an den dekadenten Industrieländern in der Erzählung. Nun soll das aber ja nicht zu einer Buchkritik ausarten.

Um meine Gedanken etwas zur Ruhe kommen zu lassen, bin ich dann an den See, habe das immer sonnigere Wetter genossen und schliesslich die Badesachen gepackt. Da ich heute auf die Sauna verzichten wollte, konnte ich ja ruhig schon etwas früher zur Badelandschaft. Die sah dann allerdings etwas komisch aus: kein Wasser im Hallenbad, was war denn hier los? Geschlossen war die Anlage nicht, nur das Hallenbad. Wie lange das anhält, weiss ich nicht. Egal, draussen war's bei diesem Wetter ohnehin schöner. Zwar nicht ganz so warm wie innen, aber ok.

Noch zwei Tage, dann geht's wieder ab nach Hause. Mal überlegen, sollte ich vielleicht unterwegs noch etwas Einkaufen für zu Hause......?

Montag, 10. Juni 2013

Wegration

Morgens um Acht ist die Welt noch in Ordnung; der Regen ist weg und zaghaft zeigten sich einige blaue Flecken - zum Glück am Himmel, noch mal Schwein gehabt, bin nicht im Schlaf aus dem Bett gefallen.
Schnell beim Bäcker ein Baguette und ein Pain au chocolat holen - das noch leicht warme pain nehme ich als Wegration gleich unterwegs zu mir, wird ja nicht mehr besser, nur noch kühler. Beim Hallenbad spricht mich dann ein freundlicher Angestellter an: offensichtlich wäre die Strecke von der Bäckerei bis zum Esstisch zu lang. Ich entgegne ihm, das pain wäre noch warm - einig sind wir, dass sie verdammt gut sind diese pains au chocolat.

Am Mittag ist's dann ziemlich sonnig, Zeit für ein Fussbad im See (mal ne Abwechslung zu meinem privaten Kneippbad). Sonst mache ich herzlich wenig: den Abwasch, lesen, lesen, lesen. Um Fünf ist die Sonne dann schon lange weg und ich mache mich auf den Weg zu Hallenbad und Sauna. Viel weniger Leute als gestern, gerade mal zehn Personen sind beim Baden. Soweit so gut, wäre da nicht ein alter Bekannter zurück als ich das Hallenbad verlasse: der Regen.
Egal, ich grille heute trotzdem - und den Regen werden wir hoffentlich über Nacht los...

Sonntag, 9. Juni 2013

Alter Schwede - ein akkustischer "Leuchtturm"

Gestern abend verwandelte sich das Terrain vor meiner Tür in ein Kneipp-Bad, nicht ganz so tief aber sehr nass. Da versucht man natürlich so wenig wie möglich dort durchzukneippen, vor allem Nachts. Abervordem Zubettgehen lässt sich das eben nicht vermeiden. Also raus, durch's Wasser waten und ab zum Zähneputzen.
Kommt man dann wieder aus dem Toilettenhäuschen raus, sieht man dann erst mal fast gar nichts; innen war's hell, aussen ist's duster. Macht aber nichts, man hält sich einfach Richtung Holzfällerzelt, dort sägt der Schwede ununterbrochen am Gehölz. Quasi ein akkustisches Leitsignal für den Blindflug. Ich frage mich, wie seine Gattin da im gleichen Zelt schlafen kann.

Die Nacht war nicht ganz so lang, um halb sechs waren vier jugendliche Gäste am See, einer sogar im See. Da ich schon mal wach war, ab auf die Toilette. Erstaunt war ich über's Wetter, kein Regen, wenig Wolken - war da nicht Regen angesagt? Zwei Stunden später war ich dann definitiv wach und konnte bei Sonnenschein draussen Zmörgele und zusehen, wie mein Kneippbad austrocknete. Wunderbar.

Na ja, gegen Mittag war's dann vorbei mit der Herrlichkeit. Regen setzte ein und hält bis jetzt kurz vor der Tagesschau an. Es ist auch kühler geworden, um vier ging ich dann ins Hallenbad und in die Sauna. Ein Buch ist auch gelesen, ein klares Zeichen für nicht so tolles Wetter. Aber das soll ja wieder werden und Morgen ist die Sauna auch noch da, wahrscheinlich aber weniger Gäste. Heute habe ich mit Schweinsfilet, Tomaten und Pilzen einen Eintopf gekocht - war zwar nicht so geplant mit soviel Feuchtigkeit, aber das überraschende Pot-au-feu passte zum Wetter: dieses ist im Moment auch feucht und macht Lust auf warme Mahlzeiten.