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Donnerstag, 24. September 2015

Mal ufe, mal abe, mal links, mal rächts....

Es war recht frisch gestern, und zwar den ganzen Tag. Ich glaube, dass wir die 20 Grad nicht ganz geknackt haben. Aber sei's drum, die Sonne hat sich oft gezeigt und da wir ohnehin in der Ardèche- Schlucht unterwegs waren, passte das gar nicht so schlecht.
Wir sind also zuerst Richtung Norden, östlich der Ardèche auf breiten, kurvigen Strassen nach Vallon Pont d'Arc gefahren. Unterwegs mussten wir über einen Pass, von dem aus man das Rhonetal wunderbar überblicken konnte. Eine wirklich schöne (und windige) Gegend die wir für einmal nicht nur durchfahren - und das lohnt sich. In Vallon Pont d'Arc gab es einen grossen Parkplatz für ganz viele Wohnmobile, gratis im übrigen und auch ganz gut besucht. Im Städtchen selber war der Tourismus zwar omnipräsent, aber nur wenige Touristen zu sehen. Laden reihte sich an Restaurant, Restaurant an Eisdiele und Eisdiele an Laden. Einiges war schon geschlossen, aber im Sommer ist das hier sicher voller Leben. Auch das kleinste, verwinkelte Gässchen wird für ein Geschäft genutzt. Jetzt ausser Saison dürfen wieder Autos durchfahren - aber das macht kaum einer freiwillig.....

Gestärkt durch eine Glacé ging's dann die Schlucht runter, wobei es manchmal auch recht stark hinauf ging. Dazu war die Strasse eher schmal und kurvig. Überall gab es Aussichtsplattformen und die Aussicht war auch wirklich atemberaubend, allerdings immer die gleiche Schlucht des immer gleichen Flusses.... wir hatten es irgendwann mal gesehen und liessen den einen oder anderen "Balkon" aus.
Zum Abschluss gab's dann noch eine Brücke, einspurig mit Ampel geregelt, Breite 2,70 Meter (macht links und rechts je 20 Zentimeter Luft bei unserem Gefährt).

Kochen wollten wir nicht wirklich, ein Schnitzelbrot stärkte uns auch: Baguette mit feiner, gebratener Pouletbrust, dazu ein Glas Weisswein gekühlt vom Wind vor dem Wohnmobil.... es war gestern wirklich kühl und ich musste mich sogar dazu überwinden, den Fussballmatch am Fernsehen zu schauen - zum Glück, ein echtes Spektakel.

Mittwoch, 23. September 2015

Ardeche

Gestern war es richtig gemütlich. Um 09:00 Uhr - nebenbei gesagt: pünktlich - nach einem grossen Spaziergang mit den Hunden, ging es Richtung Süden. Wir hatten Regen erwartet und waren dann umso erstaunter, dass es auf dem ganzen Weg trocken blieb. Den Kühlschrank hatte ich über Nacht mit Gas laufen lassen, und deshalb war er vorgekühlt für die Reise. Darin ein paar Mitbringsel aus dem heimischen Kühlschrank sowie unser Mittagessen: einen fixfertigen Salat für jeden aus dem Coop.
Die Fahrt war sehr angenehm, auf der Route um Grenoble hat es meist sehr wenig Verkehr und man kommt erst unterhalb von Valence auf die grosse Autobahn in Richtung Süden. Das Bezahlen mit unserem neuen Autobahn- Badge funktioniert gut, wenn man auch wirklich ganz, ganz an die Barriere ranfährt - aber das wissen wir ja jetzt auch. Gleich bei der Ausfahrt Richtung Campingplatz konnten wir dann noch den Kühlschrank füllen und Tanken.

Den Campingplatz selber haben wir perfekt gefunden, Koordinaten sei dank. Er liegt verträumt direkt an der Ardèche und ist wunderschön, nicht mehr ganz neu aber wirklich alles da was man braucht. Ok, die Minigolf-Anlage sieht nicht wirklich einladend aus. Aber darum sind wir auch nicht hierher gekommen. Die vier Camper (heute noch drei) haben Platz ohne Ende und alle mindestens einen Hund. Einziges Hindernis waren die unaufindbaren Besitzer ( um 17:00 Uhr). Wenn sie dann aber da sind, gibt es das volle Programm: Platz, Wasser, Strom, Hunde, Badge für die Schranke, Brot und Pain au chocolat am Morgen und ein Restaurant am Abend. Haben wir natürlich gleich ausprobiert: einen Halben Weisswein, Nudeln mit Jakobsmuscheln an einer Lauchrahmsauce, Riesencrevetten mit Pommes Frites, ein Käseteller zum Dessert und einen Halben Rotwein - alles zusammen für 39€ - und wir waren satt.

Heute wollen wir nun die Ardèche-Schlucht erkunden. So wie das Flussufer hier unten aussieht, sind wir erwartungsvoll gespannt...