Montag, 25. April 2016

Sonntag

Wir haben es gewagt - Morgenessen gab's gestern an der Sonne. Man sollte sich aber jetzt zur Vermutung hinreissen lassen, dass das auch warm war. Der starke Wind war kalt wie aus dem Kühlschrank! Und dabei so stark, dass wir irgendwann im Tagesverlauf die Markise eingezogen haben. Regen war keiner in Sicht und die Sonne verträgt man bei diesen Temperaturen allemal...sicher ist sicher, denn auch wenn das Sturmband das Gestell ordentlich fixiert, hat trotzdem der Stoff noch genug Bewegungsfreiheiten, dass er Schaden nehmen kann.

Das "andere" Wohnmobil hat sich gestern verabschiedet, heute gehen wir und dann ist hier leer - für den Moment. Es ist nicht mehr das gleiche Leiterpaar am Ruder, aber die Philosophie ist immer noch dieselbe. Wir sind daher gespannt auf den nächsten Besuch, vielleicht im Herbst - mal schauen, ob es dann noch ein paar Standardmenüs auf einer Karte gibt. Wir haben gut gegessen, aber es braucht etwas kulinarische Offenheit - sonst findet man plötzlich nichts. Gestern gab es eine Cassoulette au fruits de mer (Meeresfrüchte aus dem Ofen an einer Tomatensauce) mit einem Reiskuchen, oder ein Pastetli mit Fleischfüllung - eine Art Ragout - und dazu einen Salat. Dessert: frische Erdbeeren mit Rahm oder einen Früchtekuchen, auch mit Rahm.
Zur Not haben wir immer Reis und Teigwaren im Wohnmobil dabei, man weiss ja nie.... Und heute werden wir am neuen Ort selber kochen.

Sonntag, 24. April 2016

Sieht gut aus....

Der Regen hat uns gestern noch eine gute Stunde begleitet, danach wurde es trocken und in der Ardeche hatte es sogar etwas Sonne. Das war doch schon mal ein Anfang.....
Aufgestellt hatten wir alles sehr schnell, bloss der Fernseher spukte etwas: SRF Info zeigte "kein Signal". Die Sendersuche brachte nichts , ausser dass nach einer Komplettsuche alle Sender weg waren. Dann wiederum, nach dem Neuprogrammieren, funktionierten nur die Sender eines Satelliten, dann mal beide, plötzlich wieder keiner mehr. Sehr seltsam.... wir haben probiert was hier möglich war, aber irgendwie sah das alles mit jedem Umschalten wieder anders aus. Als dann einmal alles funktionierte, schloss ich das Fenster wo wir mit einem Flachkabel das Signal einleiten - einmal Kabel gebogen=>Signal weg! AHA!!

Jetzt geht im Moment wieder alles, aber Abendessen gab's erst um halb Acht im Restaurant. Die Besitzer haben gewechselt - wir wussten dass der Campingplatz zum Verkauf stand weil die alten Besitzer in Rente gehen wollten. Die neuen Besitzer sind gerade mal 10 Tage aktiv und es ist spannend mit ihnen zu plaudern. Der Platz gehörte vor langer Zeit dem Vater des heutigen Chefs, das Restaurant ist Mittag und Abend geöffnet, im Sommer macht der Chef himself Animation und Disc Jockey.... hat irgendwie einen speziellen, unprofessionellen Charme, eben nicht professionell kühl durchorganisiert. Das zeigte sich dann auch im Restaurant: sehr kleine Karte auf einer Schiefertafel (2 Salate, 2 Hauptgänge, 4 Dessert). Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass wir für 30€ zwei gute Entrecotes mit Reis und Salat, zwei Dessert und einen halben Liter Rosé bekommen haben - und das ist immer noch enorm günstig wie im letzten Jahr.

Aktuell scheint übrigens die Sonne, das Rauschen kommt entweder vom Fluss oder vom Wind(kanal) und es ist jetzt um 11:00 mit 11° ziemlich kühl, mit Wind gefühlt saukalt. "LoeKis on tour" eben...

Samstag, 23. April 2016

Die Nacht ändert alles

Abendessen war fein wie immer. Ich hatte so richtig Hunger und darum auch entsprechend zugeschlagen mit einem 5-Gang-Menü für knapp 30€. Wie man das eben kennt in Frankreich..... Dafür war es bereits nach Zehn als wir wieder im Wohnmobil waren; der Abend war mild und der Himmel bedeckt und es tropfte ganz leicht, aber wir haben nicht mal die Markise ausgefahren weil es am nächsten Tag schon weiter gehen sollte.

Tsja, das habe ich dann am Morgen nachgeholt - es regnete die ganze Nacht und mit der Zeit wurde hier alles etwas matschig - und da wir nicht wegen einer Schlammpackung hier sind, macht das keine Freude wenn man schon auf den ersten Zentimeter nach der Tür nass wird. Nun warten wir auf eine Regenpause - die sollte gemäss Wetterradar bald kommen - und vertrösten bis dahin mit Baguette und den gestern gekauften Leckereien.

Freitag, 22. April 2016

Coin Tranquille

Um 13:00 Uhr sind wir zu Hause abgefahren. Zuvor hat es locker gereicht für's Beladen des Wohnmobils, eine Trainingsstunde mit den Hunden, einen feinen Brunch, einen Spaziergang und zum Vergessen des feinen Käse aus der Chäsi: Taleggio und Gruyere sollten jetzt eigentlich hier bei uns in Les Abrets sein....was soll's, lässt sich nicht ändern.

Die Fahrt war ruhig und der Verkehr nicht allzu dicht. Lärm verursachte nur der Kampfjet in Payerne welcher über Flugplatz (und Autobahn) seine Rollen und Loopings durchführte - das war im Wohnmobil nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren.
In Genf hat uns dann im Tunnel noch ein Polizeiauto mit Blauluchr und Sirene überholt. War auch nicht gerade leise und unübersehbar....

In Les Abrets haben wir dann zuerst getankt - der Liter Diesel für €1.06 - und im Carrefour die Vorräte aufgestockt (wobei wir fast bei Null angefangen haben weil ja der Käse immer noch zu Hause ist): Terinne, Salami, Rohschinken, Konfi, Honig, Anke, Äpfel, Peperoni, Zucchetti, Cherrytomaten, Joghurts, Creme fraiche, Morcheln, Rahm.... es kann losgehen - das erste Abendessen gehört aber der Küche des Restaurants...

Donnerstag, 21. April 2016

Endlich: Saisonstart

Der Camper ist schon bald einen Monat eingelöst, hat vier neue Reifen aufgezogen, einen Frühjahrscheck hinter sich, gereinigte Wasserleitungen und ist komplett eingeräumt. Das Ancamp-Wochenende vor einer Woche haben wir sausen lassen wegen des schlechten Wetters. Und im Mai steht die Fahrzeugprüfung beim Strassenverkehrsamt an - es ist Zeit, endlich wegzufahren.

Der Plan sieht vor, Morgen erstmal nur eine gute Stunde über die Schweizer Grenze hinaus nach Les Abrets zu fahren: richtig, Coin Tranquille!
Dort können wir das Reinigungsmittel aus dem Abwassertank rauslassen, Frischwasser nachfüllen, im Dorf einkaufen und im guten Restaurant zu Abend essen. Von dort ist es dann auch nicht mehr so weit in die Ardeche zu einem ebenfalls altbekannten Platz: le petit peyrolais mit dem älteren, äusserst netten Ehepaar und dem immer geöffneten Restaurant.

Die ersten Tage werden wir wohl nicht so oft kochen....

Samstag, 3. Oktober 2015

Rückblick

Der letzte Aufenthalt in der Vaucluse war soso lala. Alles da beim Campingplatz, aber man fühlte sich nicht extrem willkommen. Restaurant geschlossen, Brot gab es auch keines mehr am Morgen. Die Sanitäranlagen waren neu renoviert, man hatte zwar den Eindruck, dass es Marke Hobbyhandwerker war - aber funktional alles in Ordnung. Sogar Musik gab es unter der Dusche, das hat man nicht einmal zu Hause.
Brot haben wir dann also selber geholt im Dorf, rund fünfzehn Minuten zu Fuss, gleiche Strecke zurück mit Baguette, Pain au chocolat, Brioche und Croissant. Dann noch ein Kaffee dazu, Baguette für's Mittagessen in den Schrank und ab nach Hause. Unterwegs gab's als Erstes eine Dusche, dann wurde das Wetter Richtung Grenze immer besser. Die Fahrt war kurzweilig, ohne Staus und dank dem elektronischen Kästchen haben wir an den Zahlstellen so manchen Schweizer locker überholt. Ich muss sagen, das ist wirklich eine tolle Sache, da freuen wir uns doch schon auf die nächste Fahrt.